Menschenrechte und Tourismus

Gerade, wenn sich ein Land zu einem wahren Tourismusziel mausert, so wie es den Emiraten gelungen ist, stellt sich die Frage, ob es Faktoren gibt, die darauf abzielen, die Menschenrechte zu fördern.

Ich beleuchtete auf Reisen.International drei Punkte hinsichtlich Verhaltenscodex; Benimmregeln, Politik, Religion. Unentwegt gehe ich davon aus, dass Tourismus verschiedene Situationen verbessern kann:
Verhalten als Reisender im Ausland

Schliesslich bringen Touristen Ländern Wohlstand ein, und die Emirate zielen darauf ab, vom Tourismus zu leben, sobald ihre Ölquellen versiegt sind. Doch positive Änderungen sind kaum sichtbar. Allerdings wird vor jeder ihrer Entscheidungen sorgsam bedacht, ob deren Folge einen negativen Einfluss auf den Tourismus haben könnte.

Noch immer tobt ein schrecklicher Krieg in Jemen, an welcher Stelle die Emirate immerhin eine Kriegspartei ausmachen. Jeder Hinweis darauf ist ein Stachel, den man lieber nicht sehen möchte. Ich liebe den Tourismus, und alle Menschen sehnen sich nach Frieden. Die Arbeit, um aus einem solchen Konflikt zu gelangen, gestaltet sich als äusserst herausfordernd. Ein solch hartes Unterfangen muss dennoch angegangen werden.

Längerfristig werden mittels Tourismus Menschenrechte gestärkt. Denn gerade die schönen Seiten eines Landes sollten sich glaubwürdig zeigen können. Dass jede Entwicklung seine Zeit benötig, ist ja ebenso verständlich.

Betrachte ich die Plakate «50 Jahre Frauenstimmrecht», so erinnert mich das daran, wie lange doch Schweizerinnen weniger Grundrechte als Männer innehatten. Und sehe ich, wie wir mit der Ausländerpolitik kaum Brüderlichkeit verwirklicht haben, denke ich natürlich, dass wir erst einmal vor eigener Tür kehren sollten, bevor wir irgend etwas anderswo verurteilend, eindringlich und fordernd ansprechen.

Ich wünsche der Regierung der Emirate in der Erreichung gesellschaftlicher Fortschritte gutes Gelingen, ohne dabei irgendwelche wichtigen Traditionen verraten zu müssen. Überdies soll Unrecht, wo immer möglich, bekämpft werden. Doch wer wünscht sich das schon nicht?




Zukünftige Wassergewinnung

Irgendwann sprechen wir von Wassernot statt von Hungersnot. Die Bevölkerung steigt, der Pro Kopf-Konsum und gigantische Mengen an Grundwasser werden genutzt, ohne dass nachträgliche Ressourcen dafür vorhanden wären. Gemäss dem Weltwasserbericht der Vereinten Nationen wird der Verbrauch noch um 20 bis 30 Prozent weiter ansteigen. Schon heute haben in den ärmsten Regionen der Welt über 840 Millionen Menschen kaum Zugang zu Wasser.

In rauen Mengen gibt es Wasser in den Meeren. An vielen Küsten, auch jener der Emirate stehen Entsalzungsanlagen bereit. Heute produzieren täglich 16000 Anlagen in 177 Ländern 95 Millionen Kubikmeter entsalztes Wasser.

Doch diese benötigen Unmengen an Energie; dank des Öls haben die Emirate viel davon. Ökologisch wird hier meistens «noch nichts» gewonnen. Die heutige Technik verbraucht viel zu viel Energie. Das Credo ist, in neuartige Membrantechniken oder Entsalzungsanlagen zu investieren, welche nur noch einen Bruchteil an Energie benötigen. Ein beachtliches Problem macht noch die jeweilige Salzlauge aus, die beispielsweise schädliches Kupfer enthält. Dieses Kupfer wird dazu genutzt, Kleinlebewesen zu eliminieren.

Allerdings können Entsalzungsanlagen heute schon mit Solarenergie betrieben werden und für meeresnahe Hotels Trinkwasser gewinnen. Die Hochschule Mannheim hat hierzu ein Projekt durch Gefrierung entwickelt.

Ein Bericht über die Entsalzung ist im ZDF veröffentlicht;
Entsalzung mit Problemen.

Eine andere Methode wandelt Luftfeuchtigkeit in Wasser um. Deren ökologischen Folgen sind aber noch nicht geklärt. In Wüsten wäre dies möglich. Ein solches Projekt habe ich von einem Startup an der Fachhochschule Nordwestschweiz erklärt bekommen.

Wie auch immer, das Wasserproblem scheint lösbar, es wird aber noch viele findige Köpfe dafür brauchen.




Filmdreh Star Wars

Die Filmcrew von Star Wars reiste im Mai 2019 nach Abu Dhabi, um eine realistisch-wüstenhafte Atmosphäre einzufangen. Durch Al Dhafra verläuft die weltweit größte ununterbrochene Sandfläche, und die Rub al-Khali und Liwa-Wüste befinden sich südwestlich von Abu Dhabi. Rund um diese Region wurde gedreht.

Eine logistisch grossartige Leistung war es, alles in kurzer Zeit aufzubauen. Hunderte von Mitarbeitern waren im Projekt involviert .

Der Film spielte innert kurzer Zeit USD 1 Milliarde ein und zählte zu den grössten Kassenschlagern.

Diese Drehorte können Sie mit uns besuchen, sie sind Teil unseres Ausflugspakets.

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Die Links innerhalb des Textes führen zu den entsprechenden Orten auf der Weltkarte.




Gedanken an die Zukunft

Wir setzen uns gedanklich mit der Zukunft der Emirate auseinander. Zum einen schwelt der Konflikt zwischen Schiiten und Sunniten, was auch zur Ausgrenzung Katars geführt hat. Zum anderen tobt der Krieg in Jemen, wodurch sich die Nachbarländer mit katastrophalen humanitären Folgen herumplagen.

Doch sind wir ehrlich, was bedeutet dies in Anbetracht der ökologischen Herausforderungen? Die Welt geht unter, jener Archipel, der einst ganze Kontinente abbildete, konnte schon dem einst steigenden Meeresspiegel und vielen Erosionen nicht trotzen.

In diesem Sinne hoffen wir auf Frieden, Gerechtigkeit und Menschlichkeit in der Region. Ein erster Schritt für uns war die Erstellung einer Webseite über den Jemen, welche auch touristisches Potential beinhaltet. Statt in den Krieg zu investieren, sollte gemeinsam eine Tourismusagenda für den Jemen angepeilt werden. Ebenso bräuchte es föderalistische Ansätze, um den Konflikt politisch zu lösen.
Hier geht’s zur Webseite über Jemen.

Wir glauben, dass die arabische Welt die Geldmittel hat, um in zukunftsträchtige Technologien zu investieren. Die Emirate habe es geschafft, eine weltweit beliebte Destination zu werden. Daher sollte es ihnen auch möglich sein, technologisch nachhaltige Unterstützung zu leisten.

Zu oft wird der Konsum in den Vordergrund gestellt, und all die subventionierten Fluglinien schädigen das Klima. Dies erfordert Diskussionsrunden. Wir müssen vom Öl weg. Besonders wenn wir den Tourismus mitgestalten, sollte dieser unbedingt nachhaltig sein.